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Die Maslow'sche Bedürfnis-Pyramide - herkömmlich erklärt

Sofern Sie sich schon einmal etwas intensiver mit dem Phänomen 'Motivation' befasst haben, dann werden Sie dabei vermutlich auch die so genannte Bedürfnispyramide nach Maslow kennen gelernt haben. Dieses Denkmodell dient uns hier gleichzeitig als 'Modell für leichteres Einprägen'.

Hauptgedanken der Bedürfnispyramide  ... zunächst in üblicher Form:

Maslow behauptet, dass die Motivation aller Menschen darauf beruht, dass wir die uns angeborenen Bedürfnisse befriedigen wollen. Er unterscheidet dabei fünf verschiedene Arten von Bedürfnissen, die auf einander aufbauen. Erst wenn die Bedürfnisse einer Ebene befriedigt sind, werden die Bedürfnisse der nachfolgenden Ebene aktiv.

  • Die unterste Ebene wird durch die so genannten existenziellen Bedürfnisse bestimmt. Dazu gehören insbesondere Essen, Trinken, Schlafen und die Sexualität.
     
  • Erst wenn diese Bedürfnisse im Wesentlichen befriedigt sind, spürt der Mensch die Bedürfnisse der zweiten Ebene: Das Bedürfnis nach Sicherheit; nach Sicherheit für sein Leben und seine Gesundheit oder z. B. nach Sicherheit für den Erhalt seines Arbeitsplatzes.
     
  • Als nächstes folgt das Bedürfnis nach sozialen Kontakten: Wir Menschen haben das Bedürfnis, mit anderen zusammen zu wohnen und mit ihnen gemeinsam etwas zu unternehmen - ähnlich wie die Rudeltiere. (Bären sind demgegenüber typische Einzelgänger.)
     
  • Die vierte Ebene wird durch das Bedürfnis nach Anerkennung bestimmt. Auch wenn wir es nicht immer zugeben: Wir erwarten für unser Tun gewöhnlich auch die Anerkennung durch die Anderen! (Viele Mitarbeiter pokern allein schon deshalb um Gehaltserhöhungen, weil der Chef ihnen die normale Wertschätzung vorenthält ...)
     
  • Das Bedürfnis nach Selbst-Verwirklichung befindet sich nach Maslow auf der obersten Ebene: Wer so lebt, dass er zumindest in Teil-Bereichen wunschlos glücklich ist, hat insoweit die höchste Stufe der Bedürfnisbefriedigung erreicht. Picasso zum Beispiel hat mit weit über 80 Jahren noch immer gemalt - nicht wegen der Kauf-Erlöse in Millionenhöhe, sondern einfach nur aus Freude. 

* * *

Das Problem:

Die obige Darstellung nennt die fünf Bedürfnisebenen ganz eindeutig und enthält jeweils auch Beispiele zur Veranschaulichung(!). Dennoch machen die meisten Studenten (Bereich 'Personalwesen') bzw. die Teilnehmer in Führungskräfte-Trainings die Erfahrung, dass sie sich nicht so ohne weiteres an alle fünf Bedürfnis-Arten erinnern können, erst recht nicht an die vorgegebene Reihenfolge.

Hierfür gibt es eine einleuchtende Erklärung:

 

Die Bedürfnispyramide nach Maslow enthält keine nachvollziehbare Logik, mit deren Hilfe man sich von einem Hauptgedanken zu nächsten entlang hangeln könnte; es gibt keine sachlichen Verbindungen / Verknüpfungen von einer Bedürfnisebene zur nächsten!

 

Sogar wenn wir selber eine Rede ausgearbeitet haben, zu der es gewöhnlich einen 'roten Faden' gibt, sind wir meist nicht in der Lage, diese Rede frei aus der Erinnerung vorzutragen. Wir brauchen zumindest einen 'Spick-Zettel' mit den wichtigsten Hauptgedanken.

 

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